Museum

Heimatmuseume Bauele

Heimatverein und Museum

Loge des Heimatvereines

Der Heimatverein Freiamt wurde 1990 gegründet. Sein vorrangiges Ziel war die Errichtung des „ Heimatmuseums ”. Dazu konnte das große Stall- und Scheuergebäude des Gasthauses
„ Freihof ” genutzt werden.

Des weiteren erhielt der Verein die Erlaubnis zum Abriss des Leibgedinghauses beim
„ Höllgottliebenhof ” im Ortsteil Reichenbach. Dieses Fachwerkgebäude ist nun - ebenfalls beim
„ Freihof ” - wieder aufgebaut. Die Eröffnung des Museums in seiner Gesamtheit war im Jahre 2000.

Alljährlich gibt der Verein seinen „ Heimatkalender ” heraus. Daneben dokumentieren einige heimatkundliche Bücher Brauchtum, Sprache und Geschichte der Gemeinde. Die Publikationen sind in der Tourist- Information Freiamt erhältlich.

Das Freiämter Heimatmuseum - Schiere und Bäule

Im ehemaligen Stall- und Scheuergebäude des Gasthauses „ Freihof ” wird die frühere Arbeits- und Lebensweise der Landwirte vorgestellt:

Von der Sense über „ Räff ” bis hin zum „ Hailiecher ” finden Sie alle Geräte, die früher zur Bearbeitung von Heu benötigt wurden.

Noch zahlreicher sind die Hilfsmittel und Maschinen, die bei der Getreidebearbeitung zur Anwendung kamen. Der Sähsack, der Dreschflegel, die Wannmühle, natürlich auch Dreschmaschine und Schrotmühle sind ausgestellt und werden in ihrer Funktionsweise erklärt.

Die Feldbestellung, wichtiger Teil im Arbeitsleben des Bauern, wird mit verschiedenen Varianten von Pflügen, mit Egge und mit „ Blocheri ” (Walze), aber auch mit hölzernem Jauchefaß dokumentiert. Als Besonderheit lernt der Museumsbesucher das „ Bodenfläschen ” kennen, eine zusätzliche Arbeit für den Bauern, die nur in den Hanglagen der Gebirge notwendig war.

Die Geräte für die Waldarbeit bis hin zum Holzschleppen sind selbstverständlich ebenfalls ausgestellt.

Wie aus Hanf und Flachs das fertige Leinen entstand, wird ausführlich erklärt.

Apfelmühle und die technisch aufwendige „ Trotti ” (Apfelpresse) belegen ebenso wie das Brenngeschirr, welch bedeutende Rolle der Obstanbau und das Schnapsbrennen gespielt haben und noch heute spielen.

Guddere und Holzfass

Die Nutzfahrzeuge vom Leiterwagen bis zum „ Dillenwagen ” sind zu sehen. Über den „ Bennewagen ”, erfährt der Besucher, daß dieses Vielzweckfahrzeug früherer Tage sowohl als Transporter für Ferkel als auch „ Kutsche ” für die Brautpaare gedient hat.

alte Kutsche

In einem der Stockwerke der Scheuer sind die Handwerkerwerkstätten des Schreiners und des Wagners aufgebaut.

Handwerker

Die kleine Knechtkammer direkt unter dem Dachfirst läßt das einfache Leben dieser Leute heute noch erahnen.

Der große Bauerngarten ist mit Buchseinfassungen so gestaltet, wie die stolze Bäuerin ihn früher angelegt hat. Gemäß alter Tradition wurden die Beete so angelegt, dass die Wege in der Gartenmitte ein Kreuz darstellen. Zur Auflockerung wurden auch Blumen und Sträucher gepflanzt. Im Garten wird auch deutlich, dass die Bauernfamilien früher Selbstversorger waren.

Ein Bienenhaus, in welchem früher in beinahe jedem zweiten Bauernhaus Imkerei betrieben wurde und ein Trottischopf mit einer Weinpresse sind im Außengelände zu besichtigen.

Bienenhaus

Neben dem Stallgebäude wurde das „ Bäule ” wieder aufgebaut: Ein schmuckes altes Fachwerkhaus, das früher bei einem Hof im Ortsteil Reichenbach gestanden war und dort als Leibgeding gedient hatte.

Heimatmuseum Baeule

Die „ Stube ” mit Kachelofen, die Schlafkammer und die Küche mit „ Schüttstein ” werden die Alltagsbedingungen unserer Vorfahrten vor Augen führen. Im „ Bäule ” wird in der Schuhmacherwerkstatt und der Nähstube aber auch zu sehen sein, wie die Handwerker auf der „ Stöhr ”, d.h. im Kundenhaus arbeiteten. An verschiedenen Aktionstagen auf dem Museumsgelände kann diese Handwerkskunst noch erlebt werden.

Stube im Heimatmuseume  Spinnerin

Im Obergeschoss des „ Bäule ” sind Grabungsfunde von der Ruine Keppenbach zu sehen; daneben finden ständig wechselnde Ausstellungen statt, die sich auf aktuelle Begebenheiten wie Vereinsjubiläen u. a. beziehen.

Fundstücke der Keppbenburg  

Öffnungszeiten des Heimatmuseums

Öffnungszeiten: April bis Oktober Fr. 15 - 18 Uhr
für Gruppen Führungen jederzeit nach Vereinbarung
weiter Informationen bei Tourist-Information Freiamt
Tel. 07645/9103-0 oder per E-Mail heimatverein@freiamt.de

Anschrift

Freiämter Heimatmuseum
Freihof 11
79348 Freiamt

So finden Sie zu uns:

Anfahrtskizze zum Heimatmuseum

Publikationen über Freiamt

Folgende Publikationen sind in der Tourist-Information Freiamt erhältlich:

  • Das Freiämter Heimatmuseum - Schiere und Bäule / Museumsführer, Heimatverein Freiamt, 2,50 €
  • Freiämter Heimatkalender (auch ältere Ausgaben), Heimatverein Freiamt, 7,50 €
  • Freiämter Heimatbrief (ältere Ausgaben), Jürgen Schneider, 7,00 €
  • Freiämter Wörterbuch, Fritz Meier, 22,00 €
  • Reichenbach, Jürgen Schneider und Karl Heß, 20,00 €
  • Burgruine Keppenbach, Jürgen Schneider, Ursula und Martin Gruber, 20,00 €
  • Ottoschwanden - Band 1: Das Dorf, Fritz Meier, 39,00 €
  • Ottoschwanden - Band 2: Die Höfe, Fritz Meier, 45,00 €
  • Ottoschwanden - Band 1 und Band 2 zusammen: 70,00 €

Kontakt über Tourist-Information Freiamt: Tel. 07645/07645/9103-0 oder per E-Mail heimatverein@freiamt.de